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Winterreifentechnologien sind auch eine Trendfrage
09.09.2009

Letzten Endes ist die Profiltiefe ein entscheidendes Kriterium, ob der Reifen noch winterlichen Anforderungen genügt

Hier sind „echte“ Winterreifen erforderlich
Vor rund anderthalb Jahrzehnten warben Reifenhersteller beispielsweise damit, ihr Produkt sei der „Schneekönig“, weil bei diesem Kriterium den Wettbewerbern überlegen. Tatsächlich stand damals die Tauglichkeit unter echt winterlichen Bedingungen, die man auch sieht (Schnee, Schneematsch, Eis), hoch im Kurs. Heute würde keiner mehr so argumentieren, zu wichtig ist in den Augen von Verbrauchern und Reifentechnikern das Verhalten der Reifen unter Nässebedingungen geworden. Dies ist auch eine Folge der damals eigentlich eher willkürlich von Pirelli gewählten 7°-Celsius-Grenze, denn die führte vor Augen, dass auch bei sechs Grad Wintertauglichkeit verlangt ist, weil dann in Mitteleuropa die Straßen oftmals eher nass denn schneebedeckt sind. Stichwort Klimawandel: Wenn denn tatsächlich die Winter milder werden, dann nimmt der Nässeanteil zu Lasten des Schneeanteils zu. Dass bislang die Reifenhersteller gerne einmal die Temperaturen oberhalb von sieben Grad ausklammern, als gäbe es die im Winter gar nicht, muss ja nicht so bleiben, wenn wir denn mal wieder einen „richtig grünen Winter“ bekommen.





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