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Info Winterreifen

Winterreifen (M&S-Reifen)

Schneeflockensymbol für Winterreifen. Winterreifen sind für niedrige Temperaturen und winterliche Straßenverhältnisse ausgelegt. Sie verfügen über eine kälteresistente Gummimischung, die bei niedrigen Temperaturen weniger verhärtet und damit eine bessere Verzahnung und Kraftübertragung mit dem Untergrund ermöglicht. Winterreifen sind mit dem M&S-Symbol (englisch: Mud and Snow, deutsch: Matsch und Schnee) gekennzeichnet. Sehr häufig wird in letzter Zeit auch eine stilisierte Schneeflocke zusätzlich verwendet. Die Kennzeichnung „M&S“ für Winterreifen ist in Deutschland vorgeschrieben, allerdings keine geschützte Kennzeichnung und kann daher auch auf nicht wintertauglichen Reifen angebracht werden, was teilweise auch geschieht. Die Reifenindustrie hat darauf reagiert und das Schneeflocken-Symbol eingeführt. Dieses Symbol wird von der amerikanischen Straßenbehörde NHTSA an Reifen vergeben, die in einem Test eine gewisse Mindesttraktion auf Schnee und Eis erreichen.

Im Unterschied zu Sommerreifen sind sie nicht nur mit einem einfachen Profil, sondern zusätzlich mit Lamellen ausgestattet, die eine Verzahnung mit losem Untergrund, beispielsweise Schnee, ermöglichen. Die Winterprofile nähern sich optisch immer mehr den Sommerprofilen an. Deshalb sind Winterreifen heute auch komfortabel und laufruhig. Bei der Profilentwicklung wird auf möglichst zahlreiche Greifkanten geachtet: Rillen und Einschnitte in den Profilblöcken. Hinzu kommen die bereits erwähnten Lamellen, kleine Einschnitte, die sich beim Abrollen des Reifens öffnen und so im Schnee zusätzlich für Traktion (Kraftübertragung) sorgen. Je nach Außentemperatur sollen Winterreifen, im Gegensatz zu Sommerreifen, mit 0,2 bar bis 0,3 bar mehr Reifendruck als vom Fahrzeughersteller angegeben gefahren werden. Dies begründet sich mit der weicheren Gummimischung und dem Effekt, dass mehr Reifendruck für eine zusätzliche Unterstützung der Karkasse sorgt.

Im Gegensatz zu den meisten Sommerreifen sind Winterreifen in der Regel mit einer vorgegebenen Drehrichtung versehen, welche bei der Montage zu beachten ist.

Anders als bei Sommerreifen ist es bei Winterreifen auch erlaubt, abweichend von den einzuhaltenden Angaben des Fahrzeugscheines, Reifen mit niedrigerem Geschwindigkeitsindex einzusetzen. Dabei ist wieder die M&S-Kennzeichnung ausschlaggebend, die übrigens auch Ganzjahresreifen aufweisen können.

In Deutschland ist in diesem Fall ein Aufkleber mit dem Aufdruck „XXX km/h“ im Sichtbereich des Fahrers anzubringen. Auch in manchen Ländern, in denen ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen gilt, ist diese Kennzeichnung vorgeschrieben. Inzwischen werden Winterreifen auch mit dem Geschwindigkeitssymbol V (bis 240 km/h), vereinzelt auch mit dem Speed-Index W (bis 270 km/h), in fast allen Reifendimensionen angeboten. Es sind damit kaum mehr Einschränkungen mit der Montage von Winterreifen verbunden. Auf schneefreiem und trockenem Asphalt, vor allem bei höheren Temperaturen, ist allerdings mit stärkerem Abrieb von Winterreifen zu rechnen.

Zu beachten ist zudem die teilweise reduzierte Tragfähigkeit bei hohen Geschwindigkeiten: Beispielsweise darf ein Reifen der Klassifizierung V lediglich mit 85 % der angegebenen Nominaltragfähigkeit belastet werden, wenn denn vorgesehen ist, die 240-km/h-Grenze wirklich auszunutzen.

Viele Automobilclubs wie ADAC oder ÖAMTC empfehlen, Reifen, die älter als sechs Jahre sind, zu ersetzen, da im Laufe der Zeit die Gummimischung verhärtet und die Hafteigenschaften der Reifen dann deutlich nachlassen, selbst wenn die Profiltiefe noch ausreichend ist.

Mit abnehmender Profiltiefe verschlechtern sich die Hafteigenschaften auf Schnee deutlich. In Österreich muss deshalb ein Winterreifen neben einer M&S-Kennzeichnung auch noch mindestens 4 mm Profiltiefe aufweisen. Bei einer Profiltiefe unter 4 mm gilt der Reifen als Sommerreifen.

In den folgenden Zeilen wollen wir Ihnen Tipps zu Winterreifen geben. Einer unserer Schwerpunkte ist, Ihnen die auf dem Markt befindlichen Winterreifen näher zu bringen um Ihnen eine Aktive Kaufhilfe zu geben. Hier bei  erhalten sie alle Informationen, die sie benötigen. Sollte dann doch mal eine Frage offen bleiben, stehen wir Ihen gerne unter zur Verfügung.

Seit den 1. Mai 2006 gilt die neue Winterreifenverordnung laut (§2 Abs. 3a StVO) sind alle Kraftfahrzeuge den Winterverhältnissen anzupassen. Dabei hebt der Gesetzgeber besonders die geeignete Reifen hervor. Mit dieser Verhaltensvorschrift geht jedoch keine generelle Winterreifenpflicht einher. Wer auf schnee- oder eisbedeckten öffentlichen Straßen fährt, muss Winterreifen oder Ganzjahresreifen montiert haben; diese Reifen sind durch die Aufschrift M+S bzw. das Schneeflocken-Symbol gekennzeichnet.

Kraftfahrzeuge mit Sommerreifen dürfen bei winterlichen Straßenverhältnissen nicht mehr fahren. Dies gilt nicht nur für den Fahrtantritt, sondern auch für die Weiterfahrt bei plötzlicher Änderung der Straßenverhältnisse. Wer mit Sommerreifen auf schnee- oder eisbedeckten Straßen fährt, riskiert ein Verwarnungsgeld von 20,- Euro. Führt dieser Verkehrsverstoß ferner zu einer Behinderung des Straßenverkehrs, wird dies mit einem Bußgeld von 40,- Euro sowie einem Punkt im Verkehrszentralregister geahndet.

Die Verwendung von Schneeketten oder Anfahrhilfen auf Sommerreifen stellt keine „geeignete Bereifung“ dar. Auch die Mischung von Sommer- und Winterreifen genügt nicht den Anforderungen des § 2 Abs. 3a der StVO für den Winterbetrieb eines Kraftfahrzeuges. Diese Neuregelung umfasst Kraftfahrzeuge jeder Art, nicht dagegen Anhänger.

Darüber hinaus können Unfälle im Winter ohne Winterreifen , im individuellen Einzelfall, zu versicherungsrechtlichen Problemen führen. Daher ist in jedem Fall zu empfehlen, in den Wintermonaten auf Winterreifen oder Ganzjahresreifen umzurüsten.

Bald ist es wieder soweit, die Bäume legen Ihr grünes Kleid ab und bereiten sich über die Herbstzeit für den Winter vor. Auch für viele Autofahrer wird es Zeit an den Wechsel von Sommerreifen auf Winterreifen zu denken. Bei Sonnenschein und angenehmen Außentemperaturen werden Gedanken an Winterreifen verdrängt, dabei bietet es sich jetzt hervorragend an, frühzeitig Winterreifen zu Kaufen oder zu mindestens Ihren Reifenfachhändler zu kontaktieren, inwieweit noch Ihre eventuell bestehenden Winterreifen noch in Ordnung sind. Somit sparen Sie sich viel Zeit und Ärger, den wenn der erste Schnee gefallen ist, sind die Reifenfachhändler im Ausnahmezustand. Keine Zeit für Beratung, keine Zeit ein vernünftiges oder Preiswertes Angebot zu erstellen und vor allem keine Zeit Ihre eingelagerten Winterreifen zu montieren. Verkehrsexperten von TÜV und Automobilclubs raten von O bis O – von Oktober bis Ostern – zu Winterreifen und dies ist vernünftig.
Die neue Winterreifenverordnung die im letzen Jahr in Kraft getreten ist, schreibt vor, dass „die Ausrüstung von Kraftfahrzeugen an die Wetterverhältnisse anzupassen ist“. Dazu gehört insbesondere und ausdrücklich „eine geeignete Bereifung“. Wer im Winter mit Sommerreifen unterwegs ist, der muss mit bis zu schmerzhaften 40 Euro Bußgeld rechnen. Wenn Sie auch noch mit Sommerreifen einen Unfall verursachen, drohen Ihnen Punkte und im Extremfall sogar der Verlust des Kaskoschutzes.

Viele Autofahrer sind der Meinung, auf Winterreifen verzichten zu können, weil es ihn in vielen Teilen Deutschlands ohnehin kaum noch Winter mit Schneefall gebe. Doch nicht nur bei Schnee sind Winterreifen die bessere und sicherere Bereifung, sondern als Faustregel bereits ab Temperaturen von unter 7 Grad und gerade bei Nässe. Wir haben durchschnittlich 185 Tage Nasses und kaltes Wetter, Winterreifen verfügen nicht nur das spezielle Profil, sondern auch die Gummimischung sorgt dafür, dass Winterreifen nicht so schnell hart werden, dadurch bremst ein Fahrzeug deutlich besser und schneller ab.
Nehmen Sie sich jetzt die Zeit und kümmern Sie sich um Ihre Winterreifen.
Winterreifen sind mehr als nur Reifen, Winterreifen leisten einen aktiven Schutz für Sie und Ihre Umwelt.

Ob Nasse oder Trocken Straßen, niedrige Temperaturen, Schnee und Eis – nichts ändert sich so schnell wie das Wetter im Winter. Ein Winterreifen sollte also bei winterlichen Bedingungen als auch bei trockener Fahrbahn Sicherheit bringen. Die vier runden dinger auf Ihrem Auto, leisten im Winter professionel Arbeit und gewährleisten, dass Sie von A nach B Sicher ankommen. Sicher erleben Sie jedes Jahr die gleichen Scenen, sobald es Schneit, faängt das Chaos an, autos stehen quer oder liegen schon im Graben. Immer wieder wenn Sie dies sehen, denken Sie sich - mit Winterreifen würde dies nicht passieren, also sind Winterreifen eine Investition, die sich lohnt.
Auf die Gummimischung kommt es an
Für einen Winterreifen ist die Leistungsfähigkeit auf Schnee und Eis, entscheidend. Damit die Reifen auch bei niedrigen Temperaturen griffig und flexibel bleiben, haben sie eine spezielle Gummimischung, die bei kalten Temperaturen weniger verhärtet und sich so optimal an die Fahrbahnoberfläche anpasst.

Winterreifen verfügen über das richtig Profil
Winterreifen haben Profile mit tausenden von Feineinschnitten, den sogenannten Lamellen. Diese befinden sich in den Profilblöcken. Die Lamellen sorgen dafür, dass sich die Antriebs- und Bremskräfte, durch Öffnen und Schließen besser auf die Straße übertragen und somit für mehr Grip sorgen.

Winterreifen schützen vor Aquaplaning
Aquaplaning entsteht, wenn die Fahrbahn von einem durchgehenden Wasserfilm bedeckt ist (z.B. durch Schmelzwasser im Winter), der bei hoher Geschwindigkeit nicht mehr vom Reifen verdrängt werden kann. Aquaplaning führt zum Verlust der für das Spurhalten, Lenken, Bremsen und Beschleunigen benötigten Reibung.

Woran Sie Winterreifen erkennen
Jeder für den Winterbetrieb freigegebene Winterreifen verfügt über ein Schneeflockensymbol, die in einem Test eine gewisse Mindesttraktion auf Schnee und Eis erreichen. Das Schneeflocken-Symbol kennzeichnet also Reifen, die speziell für den Wintereinsatz konzipiert wurden.
Anders als bei Sommerreifen ist es bei Winterreifen auch erlaubt, abweichend von den einzuhaltenden Angaben des Fahrzeugscheines, Reifen mit niedrigerem Geschwindigkeitsindex einzusetzen. Dabei ist wieder die M+S-Kennzeichnung ausschlaggebend, die übrigens auch Ganzjahresreifen aufweisen können. Im Gegensatz zu den meisten Sommerreifen sind Winterreifen in der Regel mit einer vorgegebenen Drehrichtung versehen, welche bei der Montage zu beachten ist.

In Deutschland ist in diesem Fall ein Aufkleber mit dem Aufdruck „XXX km/h“ im Sichtbereich des Fahrers anzubringen. Auch in manchen Ländern, in denen ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen gilt, ist diese Kennzeichnung vorgeschrieben. Diese Geschwindigkeitsgrenze muss beachtet werden, da schlauchlose Reifen bei zu hoher Geschwindigkeit Luft verlieren können, oder sich sogar die Lauffläche von der Karkasse lösen kann. Inzwischen werden Winterreifen auch mit dem Geschwindigkeitssymbol V (bis 240 km/h), vereinzelt auch mit dem Speed-Index W (bis 270 km/h), in fast allen Reifendimensionen angeboten. Es sind damit kaum mehr Einschränkungen mit der Montage von Winterreifen verbunden. Auf schneefreiem und trockenem Asphalt, vor allem bei höheren Temperaturen, ist allerdings mit stärkerem Abrieb von Winterreifen zu rechnen.

Zu beachten ist zudem die teilweise reduzierte Tragfähigkeit bei hohen Geschwindigkeiten: Beispielsweise darf ein Reifen der Klassifizierung V lediglich mit 85 % der angegebenen Nominaltragfähigkeit belastet werden, wenn denn vorgesehen ist, die 240-km/h-Grenze wirklich auszunutzen.

Mit abnehmender Profiltiefe verschlechtern sich die Hafteigenschaften auf Schnee deutlich. In Österreich muss deshalb ein Winterreifen neben einer M&S-Kennzeichnung auch noch mindestens 4 mm Profiltiefe aufweisen. Bei einer Profiltiefe unter 4 mm gilt der Reifen als Sommerreifen.

Jedes Jahr und immer wieder das gleiche Bild auf deutschen Straßen beim ersten Wintereinbruch Staus und Massenkarambolagen. Der Verursacher ist nicht allein das Wetter, sondern auch die Sorglosigkeit vieler Autofahrer. Wer im Spätherbst auf Sommerreifen unterwegs ist, riskiert nicht nur Kopf und Kragen, sondern neuerdings auch ein Bußgeld. Denn der Gesetzgeber hat reagiert: "Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen. Hierzu gehören insbesondere eine geeignete Reifen und Frostschutzmittel." Auch wenn dies keine eindeutige Winterreifenpflicht ist, müssen Autofahrer, die auf Sommerreifen den Verkehr behindern oder einen Unfall verursachen, mit Geldbußen und sogar einem Punkt in Flensburg rechnen. Schlimmer als gesetzliche Sanktionen sind aber die Gefahren für Leib und Leben. So betonen die Experten der Werkstattkette A.T.U, dass Winterreifen den Sommerreifen schon bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt überlegen sind. Ab sieben Grad über null verhärtet die Gummimischung von Sommerreifen - der Fahrbahnkontakt wird merklich schlechter. Die komplexe Gummimischung moderner Winterreifen ist daher auf trockener und nasser Fahrbahn überlegen und bleibt auch unter null flexibel. Um auf Schnee und Eis eine gute Traktion zu haben, müssen Winterreifen noch mindestens vier Millimeter Profiltiefe haben, darunter sollten sie gewechselt werden.
Für viele Autofahrer steht in diesen Wochen der Kauf neuer Winterreifen an. Damit die Qual der Wahl einfacher ausfällt, haben Reifenexperten des TÜV Süd in München einige Entscheidungshilfen zusammengestellt.  Insgesamt, so meinen die Fachleute, habe der Fortschritt in den vergangenen Jahren immer bessere Winterreifen hervorgebracht. Vorurteile wie höheres Geräuschniveau, mehr Verbrauch oder schwammiges Fahrverhalten seien mehr denn je unberechtigt.

Winterreifen für die Geschwindigkeitsbereiche bis 210 (Markierung H) oder gar 240 km/h (V) sind den heute üblichen, bis Tempo 190 zugelassenen Typen nach den Erkenntnissen der Spezialisten auf Schnee und Eis nur noch wenig unterlegen. Auf trockenen und nassen Winterstraßen ist meist gar kein Unterschied mehr feststellbar. Der Verschleiß sei jedoch höher. Diese Reifen seien also nur dann anzuraten, wenn das Auto solche Geschwindigkeiten überhaupt zulässt und diese auch ausdrücklich gewünscht sind. Ansonsten seien die deutlich preisgünstigeren mit der Markierung T (190 km/h) die beste Wahl.

Sommerreifen müssen stets den vollen Geschwindigkeitsbereich des Autos abdecken. Bei solchen für den Winter lässt der Gesetzgeber eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit des Reifens zu. Modelle für den Bereich bis 190 km/h dürfen also durchaus auf einem Auto montiert sein, das laut Zulassung 215 km/h fahren kann. Natürlich ist dann bei Tempo 190 Schluss. Und damit dies niemand vergisst, ist eine Erinnerung im Sichtbereich des Fahrers vorgeschrieben. Wie der auszusehen hat, ist aber nicht geregelt. Selbstgeschriebene Zettel mit der Höchstgeschwindigkeit sind erlaubt.

Der Verzicht auf größere Dimensionen und höhere Geschwindigkeiten spart Geld, das in Qualität investiert werden kann, meinen die TÜV-Fachleute. Der angemessen große Reifen für Tempo 190 einer großen Marke kostet nicht mehr als ein schnelles und breites Produkt eines günstigeren Herstellers.

Mit mehr als hundert Siegen in der Formel 1 und als zweimaliger Weltmeister der Konstrukteure zählt Michelin zu den Reifenherstellern mit den meisten Titeln. Fügt man hier noch den Höchstgeschwindigkeitsrekord mit einer nie zuvor erreichten Durchschnittsgeschwindigkeit von 400 km/h hinzu, die während den F1-Tests 2006 auf einem Salzsee an Seiten eines BAR Honda aufgestellt wurde, versteht man schnell, warum sich Michelin Reifen so hohem Ansehen erfreuen.

Die französischen Reifen haben das Vertrauen der Verbraucher in mehr als 170 Ländern gewonnen, da die Unterschrift von Michelin Synonym für Zuverlässigkeit, Sicherheit, und Kühnheit bei gleichzeitigem Umweltbewusstsein ist. Die sich der Innovation widmenden Ingenieure bei Michelin überlassen bei der Entwicklung eines neuen Reifens nichts dem Zufall: Ihre Gummis sind für einzigartige Bodenhaftung bekannt, die in Kurven und bei Aquaplaning verspürt werden kann, aber auch für Ihren Widerstand gegenüber höchsten Temperaturen. In über einem Jahrhundert konzipierte der in Clermont-Ferrand ansässige französische Hersteller ca. 3500 Reifenmodelle und unterhält Beziehungen zu den bekanntesten Automarken.

Winterreifen Test 2007 - Testsieger ist der neue Winterreifen Michelin Primacy Alpin PA3 günstig bei
Sind Winterreifen nach einer Laufleistung von 8.000 Kilometern bereits deutlich weniger leistungsfähig als die entsprechenden Produkte im Neuzustand? Dieser Frage ging die Auto Bild im Rahmen eines ausführlichen Tests nach, dessen Resultate im aktuellen Heft dokumentiert sind. Die Ergebnisse: Nach Absolvieren der Testdistanz schlagen sich die bereits länger gefahrenen Winterspezialisten in allen Disziplinen schlechter als die jeweiligen Neureifen. Für den Laien überraschend hingegen ist der Befund, dass die Dauerleistungsfähigkeit eines Reifens nicht allein von der verbleibenden Profiltiefe abhängt. Als Produkt mit der weichsten Gummimischung unter den sieben Reifen im Test verfügt der UltraGrip 7+ von Goodyear nach 8.000 Kilometern über weniger Restprofil als seine Mitbewerber - und beweist dennoch die besten Wintereigenschaften!
Dass neben der Tiefe eines Winterreifenprofils auch dessen Design, die Gummimischung und eine Menge kleiner Details über die Leistungsfähigkeit eines Reifens entscheiden, belegt der Test eindrucksvoll: Im Bremstest bei winterlichen Bedingungen erzielt der Ultra Grip 7+ nach Bewältigung von 8.000 Kilometern ein besseres Ergebnis als der langlebigste Mitbewerber im Neuzustand. Und auch in puncto Aquaplaning, Traktion und Handling auf Schnee holt sich der weich ausgelegte Goodyear-Reifen, der schon neu zu den Besten zählt, trotz geringerer Profiltiefe den Sieg.

Der ungewöhnliche Vergleich der Auto Bild führt vor Augen, dass Entwickler von Winterreifen bei der Suche nach dem idealen Konzept eine Vielzahl von vermeintlich unlösbaren Zielkonflikten in den Griff bekommen müssen. Eine weiche Gummimischung garantiert eine gute Verzahnung mit der Fahrbahnoberfläche und sorgt auch bei Schnee und Nässe für Haftung. Gegenüber härteren Laufflächen bringt sie allerdings einen vergleichsweise höheren Verschleiß mit sich. Feine Mikroeinschnitte in den Profilblöcken, so genannte Lamellen, sind seit Jahrzehnten für Reifenhersteller das Mittel der Wahl, um die Oberfläche des Profils zu vergrößern, Angriffskanten zu bilden und so mehr Grip sicherzustellen. Allerdings destabilisieren konventionelle Lamellen die Profilblöcke und gehen deshalb mit einem tendenziell schwammigeren Fahrverhalten und verminderter Lenkpräzision einher. Um diese Nachteile in Grenzen zu halten, reichen bei vielen Winterreifen die Lamellen nur bis in eine Profiltiefe von vier Millimetern.

Goodyear geht einen anderen Weg: Die patentierten 3D-Lamellen des UltraGrip 7+ verfügen auf ihren Innenseiten über pyramidenförmige Noppen mit abgeflachter Spitze und dazu passenden Mulden. Sobald die Profilblöcke auf der Straße aufsetzen, verschließen die Noppen die entsprechenden Mulden der gegenüberliegenden Seite und verzahnen sich fest miteinander. Dies führt zu einer höheren Steifigkeit der Lamellenblöcke und somit zu einem stabileren Lenkverhalten und einer besseren Fahrzeugkontrolle. So einfach die Idee hinter diesem Prinzip ist, so kompliziert ist die konkrete Umsetzung in der Produktion eines Reifens. Goodyear ist mittlerweile in der Lage, diese spezielle Lamellenart bis zum Profilgrund einzubringen - und das garantiert beste Wintereigenschaften über die gesamte Lebensdauer eines Reifens. Der Test von Auto Bild beweist: Geht es um dauerhafte Leistungsfähigkeit, geht anderen Winterreifen früher die Puste aus.

Ein Zielkonflikt allerdings bleibt. Im Vergleich mit dem - hinsichtlich Profilabrieb - langlebigsten Mitbewerber, erreicht der Goodyear-Reifen eine geringere Gesamtlaufleistung. Dafür garantiert der Ultra Grip 7+ ein Plus an Sicherheit bis zum letzten Kilometer


Sind Ganzjahresreifen eine Alternative?



Jedes Jahr die gleiche Prozedur: Im Frühjahr kommen die Winterreifen runter, im Herbst wieder drauf. Das ist mühsam, kostet Zeit, Geld und reichlich Nerven. Da stellt sich die Frage: Können wir uns diesen Aufwand nicht einfach sparen? Unsere Winter sind doch ohnehin meist nur niedriger temperierte Sommer, und mit modernen Ganzjahresreifen sind wir doch auch bei Schietwetter sicher unterwegs. Von einem Typ für alle Tage will die Reifenindustrie natürlich nichts wissen. Sie verkauft uns lieber Winter- und Sommerreifen separat.
"Ganzjahresreifen fehlt die teure Winterreifenmischung, sie leisten im Wintereinsatz daher nur unwesentlich mehr als Sommerreifen", argumentiert Josef Folger, Kundendienstleiter der Continental AG. Immerhin gibt er einen wichtigen Rat für Wechsel-Muffel: "Wer ganzjährig nur eine Reifensorte fahren will, sollte Winterreifen nehmen." Die Deutsche Goodyear, Marktführer für Ganzjahresreifen, hält dagegen: "Selbstverständlich haben echte Ganzjahresreifen eine Gummimischung, die bis zu 50 Grad minus flexibel bleibt und außerdem bei hohen Plusgraden wie ein Sommerreifen eingesetzt werden kann."
Wir wollten wissen, wer Recht hat, und haben die Allwetterqualitäten von vier Ganzjahresreifen überprüft. Im Test: Dunlop SP All Season M2, Toyo Vario-V1, Vredestein Quatrac 2 und der neue Goodyear Vector 5. Stellvertretend für Winterreifen war der Continental Winter-Contact TS 790 dabei. Als Sommerreifen rollte der ER 70 von Bridgestone mit über die Testrunden. Dass dieser bei den Wintertests kläglich abschnitt, war natürlich keine große Überraschung: Auf dem verschneiten Handlingkurs in den Bergen von Jokkmokk (Nordschweden) hat ein echter Sommerreifen keine Chance.
Wenn unserem Test-Audi der Schwung fehlte oder er an einer der zahlreichen Steigungen mit durchdrehenden Rädern zum Stehen kam, ging ohne Abschleppseil nichts mehr. Beim Bremsen aus Tempo 40 rutschte der Sommer-Pneu noch neun Meter am schwächsten Bremser unter den Ganzjahresreifen vorbei. Klar, dass hier der Conti-Winterreifen seine Stärken ausspielen konnte. Er punktete sich bei Traktions- und Bremstest locker in Führung, doch auch die Ganzjahresreifen von Goodyear und Toyo erwiesen sich als absolut wintertauglich. Sie konnten erstaunlich gut mithalten, erreichten auf dem verschneiten Kurs sogar das gleiche Durchschnittstempo wie der Winterreifen.

Für eine Überraschung bei den Nässetests sorgte Contis Winterspezialist TS 790. Beim Fahren auf Zeit belegte er hinter dem Sommerreifen Platz zwei - noch deutlich vorm Allwetter-Vector von Goodyear. Und das nicht nur bei niedrigen Temperaturen. Nässetests, bei denen die Temperatur eine Rolle spielen könnte, fahren wir zu unterschiedlichen Jahreszeiten. Uns interessiert dabei, ob die Gummimischung des Sommerreifens tatsächlich bei niedrigeren Temperaturen verhärtet und wie sich die Eigenschaften unserer Ganzjahresreifen verändern, wenn das Quecksilber nach oben schießt.
Erste Überraschung: Egal ob fünf oder 30 Grad, beim Nassbremsen kommt der Sommerreifen stets als Erster zum Stehen. Eine Verhärtung der Gummimischung ist kaum zu erkennen. Zweite Überraschung: Auch Ganzjahresreifen und Winterreifen zeigen sich unbeeindruckt von Temperaturen, werden selbst bei 30 Grad nicht schlechter, können ihre Rundenzeiten gar leicht aufbessern. Enttäuschend dagegen das Abschneiden der Allwetterkandidaten bei den Nassbremstests. Bis zum Stillstand brauchen sie einen bis zu 11,2 Meter längeren Bremsweg aus 100 km/h als der Sommerreifen. Ganz schlecht: der Toyo Vario-V1, der auch auf trockener Piste beim Bremsen am schlechtesten abschneidet. Er kommt erst zwei Fahrzeuglängen hinter dem Sommerreifen zum Stehen.
Als reiner Sommerreifen ist der Bridgestone ER 70 natürlich auf trockener Piste in seinem Element und nicht nur beim Bremsen die Nummer eins. In Kurven sorgt er für die beste Seitenführung, Lenkbefehle überträgt seine nicht von Lamellen zerklüftete Lauffläche am sensibelsten. Hier können Ganzjahresreifen nicht mithalten. Bei Fahrkomfort und Laufruhe hingegen brauchen sich die Allwetterkandidaten nicht mehr zu verstecken. Hier sind keine grundsätzlichen Unterschiede zum Sommerreifen auszumachen. Bei der Rollwiderstandsmessung auf dem Prüfstand hat der Sommerreifen sogar das Nachsehen - mittlerweile fährt man auf Reifen mit M+S-Kennung sogar oft spritsparender.

Fazit Bei der Schneetauglichkeit reichen die Ganzjahresreifen zwar nicht an die Leistung des Continental-Winterreifens heran, trotzdem ist man mit ihnen auch im Schnee sicher unterwegs. Doch für diese besondere Eignung müssen Ganzjahresreifen, genau wie Winterreifen auch, Kompromisse eingehen. Und die gehen zu Lasten ihrer Nass- und Trocken-Eigenschaften. Ihr leicht schwammiges Lenk- und Fahrverhalten können wir dabei noch akzeptieren. Doch es gibt auch ein gravierendes Sicherheitsmanko: Beim Bremsen auf nasser wie trockener Piste brauchen Ganzjahresreifen mindestens eine Wagenlänge mehr als Sommerreifen, um zum Stehen zu kommen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, wechselt deshalb weiterhin zweimal im Jahr die Reifen. Nur wer unbedingt ohne Wechsel über die Runden kommen möchte und auch bei Schnee nicht auf sein Fahrzeug verzichten kann, sollte zum Ganzjahresreifen greifen.

Breite oder schmale Reifen im Winter?


Für die meisten Pkw sind zwei oder mehrere alternative Reifendimensionen zugelassen. Teilweise sind diese auch mit der Kennzeichnung M+S versehen vom Fahrzeughersteller als Winterbereifung gedacht. Diese Reifen sind meist auch für die Verwendung von Schneeketten geeignet. Sollten in den Fahrzeugpapieren keine M+S-Reifen aufgeführt sein, stellt sich für Winterreifenkäufer die Frage, ob schmale oder breite Reifen für den Winter besser geeignet sind.
Winterliche Straßenverhältnisse können sich sehr unterschiedlich darstellen. Deswegen kann keine allgemein gültige Antwort auf diese Frage gegeben werden. Für häufig schneematschbedeckte und nasse Straßen empfiehlt es sich, die schmaleren Reifendimensionen zu wählen. Breite Reifen können Vorteile auf festgefahrenem Schnee bei sehr niedrigen Temperaturen haben.
Letztendlich empfiehlt der ADAC die für Schneematsch bedeckten und nassen Straßen die besser geeigneten schmaleren Reifen.

Dimension der Winterreifen


Gesetzliche Vorschrift: In den Fahrzeugpapieren sind unter den Ziffern 20 bis 23 sowie ggf. unter Ziffer 33 die erlaubten Reifendimensionen aufgeführt. Andere Reifendimensionen dürfen nicht montiert und gefahren werden. Bitte beachten: Es sind grundsätzlich keine Abweichungen von den vorgegebenen Reifendimensionen zulässig. Halten Sie deswegen beim Reifenkauf immer den Fahrzeugschein parat bzw. zeigen Sie ihn vor dem Kauf dem Reifenhändler. In Einzelfällen können die Markenhändler Auskunft geben über die Freigabe alternativer Reifendimensionen.

Unterschiedliche Reifen auf einem Pkw


Gesetzliche Vorschrift: Wenn die Reifendimensionen aller vier Räder gleich sind und/oder den Angaben in den Fahrzeugpapieren entsprechen, dürfen auf allen vier Radpositionen unterschiedliche Radialreifen also auch Sommer- und Winterreifen montiert werden. Lediglich das "Mischen" von Diagonalreifen (bei Pkw nicht mehr im Gebrauch) und Radialreifen an einem Fahrzeug ist als sogenannte "Mischbereifung" verboten.

ADAC-Empfehlung: Das "Mischen" von Sommer- und Winterreifen auf einem Fahrzeug machen selbstverständlich keinen Sinn, da die winterliche Verkehrsicherheit von dem "schwächsten" Reifen auf dem Fahrzeug eingeschränkt wird. Deswegen sollten bei Verwendung von Winterreifen diese auf alle Radpositionen montiert werden, da anderenfalls der positive Effekt der Winterreifen überhaupt in Frage zu stellen ist. Richtig gefährlich kann es werden, wenn Sommer- und Winterreifen auf einer Achse gemischt werden.
Nur in Ausnahmefällen kann es unumgänglich sein, im Winter Sommer- und Winterreifen zu kombinieren (z.B. nach Reifenpannen).
Wenn Reifen unterschiedlicher Qualität (z.B. wegen unterschiedlicher Profiltiefen) auf einem Pkw montiert werden sollen, gehören die besseren Reifen auf die Hinterachse.


Zulässiges Alter von Neureifen


Für Pkw gibt es hierzu keine gesetzlichen Bestimmungen oder Entscheidungen. Lediglich ein älteres Amtsgerichturteil, kommt in dem konkreten Fall zu dem Ergebnis, dass 2 Jahre alte Reifen nicht mehr als Neureifen akzeptiert werden können.

Die Frage nach dem maximalen Alter von Reifen, die als Neureifen verkauft werden dürfen, wird verständlicherweise von der Reifenbranche und Verbraucherschützern kontrovers beantwortet. Seitens der Reifenhersteller gibt es Orientierungsgrößen, nach denen ein Reifen bei optimaler Lagerung bis zum Alter von 5 Jahren als Neureifen zu gelten haben und längsten bis zum ca. 10. Lebensjahr genutzt werden sollten. Dies ergibt unter ungünstigen Bedingungen eine Nutzungsdauer von maximal 5 Jahren.
Je nach Fahrgewohnheiten und Jahreskilometerleistungen kann eine maximale Nutzungsdauer von 5 Jahren zu gering sein. Deswegen sollte beim Reifenkauf darauf geachtet werden, dass die Neureifen möglichst jung sind. Neben der Nutzungsdauer des Reifens spielt auch die neueste Reifenweiterentwicklung eine Rolle, von der der Käufer nicht profitieren kann, wenn der Reifen älter als ca. 2 Jahre ist. Dem ADAC erscheint deswegen und unter Berücksichtigung aller Rahmenbedingungen ein Reifenmaximalalter von 2 Jahren zum Zeitpunkt des Verkaufes als noch angemessen. Nur in einzelnen, wenigen Ausnahmen kann der Neureifen älter sein. Über diesen Umstand ist der Kunde zu informieren, ggf. sind für diese Reifen Nachlässe zu gewähren.
ADAC-Empfehlung: Wegen der nicht einheitlichen Einschätzung der Bedeutung des Reifenalter zum Verkaufszeitpunkt, sollte bei der Auftragserteilung für Kauf und Neumontage von Reifen auf dem Auftragsformular ausdrücklich der Kundenwunsch vermerkt werden, dass die Reifen nicht älter als 2 Jahre sein dürfen. Damit wird eine verbindlicher Vereinbarung zu dem Alter des Neureifens getroffen. Wenn der Reifenhändler darauf verweist, dass selbst 5 Jahre alte Reifen als Neureifen verkauft werden dürfen, sollte eine geplante individuelle Nutzungsdauer der Reifen von 8 Jahren angegeben werden.


Profiltiefe


Gesetzliche Vorschrift: Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm. In Österreich werden Winterreifen nicht als Winterreifen anerkannt, wenn sie weniger als 4 mm Restprofiltiefe haben. Diese Reifen gelten dann als Sommerreifen.

ADAC-Empfehlung: Selbstverständlich ist eine Profiltiefe von 1,6 mm bei allen Niederschlagsformen vollkommen unzureichend. Besonders gilt dies natürlich bei Schnee und Schneematsch. Mit abnehmender Profiltiefe lässt das Leistungsvermögen der Winterreifen deutlich nach, auch weil die feinen Lamellen in den Profilblöcken durch Verschleiß teilweise verschwinden. Abhängig von der Reifenbreite sollten Winterreifen bei Profiltiefen unter 3 mm (schmale Reifen z.B. 175 mm Breite) bzw. 4 mm (breite Reifen z.B. ab 205 mm Breite ) nicht mehr oder nur mit äußerster Vorsicht auf winterlichen Untergründen gefahren werden. Letztendlich ist das Wichtigste auf winterlichen Straßen, dass die Fahrweise auf die Qualität der Reifen abgestimmt bzw. angepasst wird. Es ist also die Verantwortung und die richtige Selbsteinschätzung des Fahrer gefordert.


Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Reifengrößen


Eine Übertragung der Testergebnisse des ADAC-Reifentests auf Reifen anderer Größen ist unter folgenden Bedingungen möglich:
1. Der Reifentyp (Hersteller und Typ) ist identisch mit dem Testkandidaten
2. Bei gleichem Reifendurchmesser und gleichem Reifenquerschnitt (gleiche Serie) sind die Reifenbreiten jeweils 10 mm schmaler oder breiter.
3. Die Geschwindigkeitskategorie (Speedindex) des Reifens ist gleich.

Beispiel: Wurde ein Reifen der Dimension 185/60 R 14 T getestet, so können die Testergebnisse übertragen werden auf Reifen der Dimensionen 175/60 R 14 T und 195/60 R 14 T.
Weicht die konkrete Reifendimension weiter von der getesteten Dimension ab, so können die Reifentestergebnisse als grobe Orientierung herangezogen werden, d.h. Reifen, die eine besondere Empfehlung erhalten, werden auch in anderen Dimensionen nicht "versagen".

Ganzjahres- oder Winterreifen?


Grundsätzlich wird zwischen Sommerreifen (ohne M+S-Kennzeichnung) und Winterreifen (mit M+S-Kennzeichnung) unterschieden. In diesem Sinne sind Ganzjahresreifen (mit M+S-Kennzeichnung) Winterreifen mit Sommereignung. Die Auswahl an Ganzjahresreifen ist auf wenige Marken und Modelle beschränkt. Deswegen führt der ADAC keine Tests nur von Ganzjahresreifen durch.

Die Antwort auf die Frage, ob Ganzjahres- oder Winterreifen die bessere Wahl sind, ist von der individuellen Fahrzeugbenutzung abhängig. Grundsätzlich haben Ganzjahresreifen folgende Vorteile:
- Nur ein Satz Räder wird benötigt. Damit erspart sich der Autofahrer Kosten oder Aufwand für das Umstecken der Räder. Außerdem wird kein Platz für die Lagerung der nicht benötigten Räder in Anspruch genommen.
- Für Autofahrer, die wegen ihrer gemäßigten und defensiven Fahrweise nicht die vorgeschriebenen Sommerreifen der Geschwindigkeitskategorien H (bis 210 km/h), V (bis 240 km/h) oder sogar W (270 km/h) fahren wollen, bieten Ganzjahresreifen mit ihrer M+S-Kennung die "legale" Möglichkeit, relativ kostengünstige, aber "langsame" Reifen (meist bis 190 km/h) auch im Sommer zu fahren. In diesen Fällen muss natürlich ein Aufkleber im Fahrersichtfeld an die Geschwindigkeitsbegrenzung durch die M+S-Reifen erinnern.
Als Nachteil der Ganzjahresreifen ist ihre unzureichende Spezialisierung auf winterliche Straßenbedingungen zu sehen. Im Rahmen der Winterreifentests zeigen Ganzjahresreifen Schwächen auf Schnee.
Empfehlenswert sind Ganzjahresreifen vorrangig für kleine Fahrzeuge, die wirtschaftlich betrieben werden sollen, unter extremen Winterbedingungen stehen bleiben oder mit Schneeketten ausgerüstet werden können und selten im Bereich der Höchstgeschwindigkeit gefahren werden. Besonders sinnvoll sind Ganzjahresreifen, wenn die Jahresfahrleistung des Fahrzeugs es nahe legt, die Reifen jeweils im Herbst zu wechseln. Dann kann im Winter mit relativ neuen Reifen gefahren werden.


Reifendruck für Winterreifen


Der korrekte Reifendruck ist in den Bedienungsanleitungen des Fahrzeuges oder auf Hinweisschildern an bestimmten Stellen des Fahrzeuges (z.B. Tankdeckel, Fahrertüreinstieg, Handschuhfach) verzeichnet. Dabei sind verschiedene Betriebsbedingungen (Beladung des Fahrzeug, überwiegende Fahrgeschwindigkeiten) zu beachten. Die Reifendrücke gelten grundsätzlich für Sommer- und Winterreifen, wenn nicht ausdrücklich andere Angaben gemacht werden. In wenigen Einzelfällen ist die montierte Dimension der Winterreifen zu berücksichtigen. Sollten Zweifel bestehen, kann der Vertragshändler Auskunft über den korrekten Luftdruck geben.


Ab wann Winterreifen?


Winterreifen bzw. Winterräder werden schlauerweise dann montiert, wenn nicht alle Autofahrer die Winterreifen montieren lassen. Im allgemeinen ist der Wechsel auf Winterreifen in der Zeit zwischen Mitte Oktober und Mitte November am sinnvollsten. Die Reifen bleiben mindestens bis zum Wochenende nach Ostern montiert, da besonders im Süden Deutschlands bis nach Ostern noch mit Schneefällen zu rechnen ist. Vor dem Wechsel auf Sommerreifen sollte die Restprofiltiefe der Winterreifen gemessen werden. Beträgt diese 4 mm oder weniger ist es sinnvoll die Winterreifen noch eine gewisse Zeit zu fahren, um die Winterreifen bei ca. 3 mm auszumustern. Rechtzeitig an die Anschaffung von neuen Winterreifen denken!


Gebrauchte Winterräder


Mit dem Kauf von gebrauchten Reifen sind immer Risiken verbunden, da Reifen ein "Gedächtnis" haben. Wenn der Käufer nicht beurteilen kann, wie der Reifen bisher behandelt wurde, sollte er Abstand vom Gebrauchtkauf nehmen. Nur wenn Klarheit über die Art der Reifenbehandlung und -pflege besteht, sind im Allgemeinen die Risiken kalkulierbar.

Wer gebrauchte Winter-Kompletträder kauft oder kaufen will, steht vor Frage, ob die entsprechenden Komplett-Räder von einen bestimmten Pkw-Typ auf einem anderen, den eigenen Pkw-Typ montiert werden dürfen. Die Frage lässt sich ziemlich grundsätzlich mit NEIN beantworten. Um diese Frage letztendlich verbindlich beantworten zu können, müssen das Fahrzeug und die Räder einem Fachmann vorgeführt werden. Ansprechpartner ist vorrangig der TÜV, der über einen Räderkatalog verfügt. Anhand dieses Räderkataloges kann die Fahrzeug-Reifen-Kombination auf Zulässigkeit geprüft werden. Es sei ausdrücklich erwähnt: Nur in den seltensten Fällen sind diese "neuen" Kombinationen von Rädern und Fahrzeugen zulässig.
Die große Testrunde der Zeitschriften und Automobilclubs ist nahezu abgeschlossen. Als Sieger kristallisieren sich die Produkte der Premiumhersteller heraus, weniger empfehlenswert sind Billigreifen aus dem Discounter. Was nun der optimale Reifen für den eigenen Wagen ist, hängt aber auch von den persönlichen Einsatzbedingungen ab.
 
Getestet haben unter anderem der ADAC, die Stiftung Warentest sowie die Zeitschriften "Auto Zeitung" und "Auto Motor und Sport". Die Prüflinge stellen Winterreifen verschiedener Preisklasse und Dimensionen dar, meist für die Kompakt- und Mittelklasse. Das Problem: Je nach Größe können sich Reifen leicht unterschiedlich verhalten; die Testergebnisse lassen sich daher nur näherungsweise auf andere Dimensionen übertragen. Die Testverfahren selber gleichen sich bei allen Prüfern, einzig bei der Gewichtung der Ergebnisse werden Unterschiede gemacht.
 
Am besten haben die Modelle der großen Hersteller Bridgestone, Michelin, Continental, Goodyear und Pirelli und ihre Schwester-Unternehmen abgeschnitten. Aber auch der beste Reifen ist immer ein Kompromiss: Für besonders gute Handling-Eigenschaften auf Trockenheit muss etwa ein schlechteres Nass-Handling in Kauf genommen werden, guter Griff in Kurven mindert vor allem den Fahrkomfort. Winterreifen müssen auf allen Untergründen ordentliche Leistungen bringen, sind also als Allrounder ausgelegt. Die Unterschiede liegen im Detail. Besonders in der dicht beieinander liegenden Gruppe der Premiumreifen für Preise zwischen 55 Euro und 90 Euro pro Stück. Die Billlig-Konkurrenz aus dem Discounter hingegen bringen es in vielen Fällen nur auf gute Schnee-Eigenschaften, haben dann jedoch in vielen Fällen Schwächen auf trockener und nasser Fahrbahn.
 
Auf hohe Laufleistung und geringen Rollwiderstand hat etwa Michelin beim neuen Alpin A3 den Focus bei der Entwicklung gesetzt. Dadurch hält ein Satz relativ lange, zudem sinken die Treibstoffkosten. Der rund 60 bis 90 Euro teure Reifen eignet sich daher vor allem für Vielfahrer. Über besonders guten Grip auf Nässe und kurze Bremswege auf Regen verfügt laut der Tests der Continental Winter Contact in der gleichen Preisklasse. Besonders Autofahrer in den regenreichen Regionen Deutschlands sind mit ihm sicher unterwegs.
 
Der "Schneekönig" hingegen ist laut ADAC-Test der Pirelli W 190 Snowcontrol, der sich daher besonders für Mittel- und Vorgebirge eignet. Der Bridgestone Blizzak ist ein Allrounder und erhielt Bestnoten für Stabilität und Handling auf trockener Fahrbahn und überzeugte mit Spitzennoten auf vereistem Untergrund. Wer also unter morgendlichem Glatteis leidet, fährt vor allem mit dem Japaner gut. Besonders für hohes Tempo ausgelegt ist der Nokian WR, der je nach Ausführung Geschwindigkeiten bis zu 270 km/h erlaubt. In den Sicherheitstests hat er zudem mit guten Schnee- und Eiswerten abgeschnitten.
 
Beim Wechsel auf Winterreifen lohnt sich immer auch ein Blick auf die Sommerpneus. Haben sie noch mindestens 1,6 Millimeter Profil? Sind Lauffläche und Seiten frei von Beschädigungen? Falls nicht, muss ein Neuer her. Beim gleichzeitigen Kauf mit den Winterreifen kann hart verhandelt werden. Neue Sommerreifen hat jetzt schon der finnische Hersteller Nokian im Angebot. Die Modelle H und V sollen mit ihrem asymmetrischen Drainage-Profil über besonders gute Aquaplaning-Eigenschaften verfügen: Bei 75 km/h und einer Pfützentiefe von einem Zentimeter werden laut Hersteller pro Sekunde knapp 43 Liter Wasser verdrängt. Bei fünf Sekunden Fahrt entspricht das der Füllmenge einer Badewanne. Continental lässt im kommenden Jahr den bewährten ContiSportContact 3 auf dem Markt, der auf eine spezielle Silica-Mischung für kurze Bremswege und geringen Kraftstoffverbrauch setzt.



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